Teju Coles malische Jukebox

tc Benedikt Sartorius. Journalist und Popkulturist.

140 Zeichen: Das sind nicht viel, doch im besten Falle ist ein Tweet eine wunderbare Textform. Das ist so beim derzeit überall präsenten Eric Jarosinski alias @NeinQuarterly, und aber auch beim Schriftsteller und Fotografen Teju Cole.

Bevor ich Teju Coles Roman «Open City» gelesen habe, ist mir der Autor auf Twitter aufgefallen. Seither sind in meiner Timeline immer wieder Tweets wie «Sebald is Tupac and Bolaño is Biggie. Not just for posthumous productivity but for their combined inabilities to give a fuck» zu lesen, der einen schönen und vor allem prüfenswerten Quervergleich zwischen den erschossenen Gangsta-Rapper und den früh verstorbenen Weltliteraten wagt. Am Sonntag während dem Spiel Manchester United gegen Liverpool, als der leidende Manchester-Trainer im Bild erschien, schrieb Cole: «David Moyes' face, by Michael Haneke». 

Zuweilen gibts – wie in seinem überaus lesenswerten Roman auch – Mahler-Rezensionen, Essays oder auch einfach schöne Beobachtungen zu neuen Platten wie zu Becks «Morning Phase»: «I hear in Beck's music the sweet sweet bass lines of a decelerated grunge. Loved 'Sea Change,' now loving 'Morning Phase.'»

Und am Sonntagabend stellte Teju Cole eine Playlist mit malischer Musik zusammen. Mit Dank für die Worte, und die Musik:

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