Cate Le Bon: «Crab Day»

Bildschirmfoto-2016-04-29-um-07.57.02 Benedikt Sartorius. Journalist und Popkulturist.

So seltsam, so wunderbar: Das Album «Crab Day» der Waliserin Cate Le Bon.

Die Welt steckt voller Nonsens, sagte die Waliserin Cate Le Bon kürzlich in einem Interview für NPR. Da kommt ihre so schrullige wie verquere wie wunderbare Platte «Crab Day» gerade recht. Noch mehr Nonsens also nach ihrer Kollaboration «DRINKS»mit dem White-Fence-Erfinder Tim Presley? Natürlich, aber auch kantige, nervös machende Songs, gespielt in windschiefer Beefheart-Tradition, über die Le Bon in einer Seelenruhe lustige und auch niedergeschlagene Zeilen singt. Und immer wenn man meint, dass alles auseinanderfällt, dreht Le Bon, die ihren Wohnsitz vor einigen Jahren nach Los Angeles verlegt hat, einen schönen Refrain rein.

Ganz zum Schluss dann wartet «What’s Not Mine», ein lauerndes Monster von einem Song, der die Sängerin auffrisst. Den Rest spielen die Gitarren unter sich aus. Kurz, dieses Album ist – um es mit der zwirbelnden Single zu sagen – «wonderful, wonderful wonderful».

Bildschirmfoto-2016-04-29-um-07.54.03 Benedikt Sartorius. Journalist und Popkulturist.

Cate Le Bons «Crab Day» ist auf Drag City erschienen. Live zu sehen ist sie an der Bad Bonn Kilbi – und welche Lieder sie während dem Aufnahemprozess der Platte gehört hat, hat Le Bon in einer nachgebauten Playliste kompiliert.

Foto oben: Ivana Kličković

Zurück zum Blog

comments powered by Disqus