Mark E. Smith

Bildschirmfoto-2018-01-26-um-08.34.13 Benedikt Sartorius. Journalist und Popkulturist.

Er bellte, grantelte, nölte – und erfand mit seiner Band The Fall eine einzigartig sture Musik. Am 24. Januar 2018 ist Mark E. Smith verstorben. Anbei: Nachrufe und Musik.

Als Mark E. Smith am 17. März 2017 seinen 60. Geburtstag feierte, verbreitete die BBC einen Tweet, der den Grantler aus dem englischen Norden für tot erklärte. Rasch wurde die Kurznachricht gelöscht – und mit einer Gratulation auf eine der eigenwilligsten Personen der Popgeschichte ausgetauscht. Man hat sich am Mittwochabend gewünscht, dass die Todesnachricht auch dieses Mal eine Falschmeldung war. Denn die Getriebenheit und das Wüten von Mark E. Smith, der zahllose Bands geprägt hat und noch im Herbst, geschwächt im Rollstuhl, Konzerte gab, fehlt dem gefallsüchtigen Popbetrieb der Gegenwart schon jetzt.

Wie wichtig, grossartig und ja, auch wüst dieser Mensch war, das ist im Nachruf mit dem Titel «Northern white crap» von Robert Rotifer zu lesen. Oder auch bei Jes Kolnik. Und auch bei Dave Simpson. Noch auf dem Lesestapel: Luke Turners Nachruf, ein älterer Text von Sasha Frere-Jones, Mark Fisher über The Fall auch das Interview mit Brix Smith.

Jedenfalls höre ich weiter, weil wo immer ich in der Nacht auf Samstag beim Platten spielen hingekommen bin, überall steckte Mark E. Smith und The Fall drin.

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