Childish Gambino: «Awaken, My Love!»

1610nie Benedikt Sartorius. Journalist und Popkulturist.

Dieses Album fiel zwischen die Jahre, deshalb jetzt: Viel Liebe für «Awaken, My Love!» von Childish Gambino.

Als die Jahresbestenlisten bereits gedruckt waren, da setzte Donald Glover alias Childish Gambino noch einmal ein Ausrufezeichen hinter das eigentlich bereits abgeschlossene Popjahr. Denn auf «Awaken, My Love!» frönt der Schauspieler und Comedian, der mit seiner Rap-Serie «Atlanta» eben zwei Golden Globes gewonnen hat, dem Space-Funk von Urvätern wie George Clintons Funkadelic und vor allem Sly Stone. Da gibts drogenverhangene Wah-Wah-Gitarren, Urschreie, kosmische Fluchten und andere Verpeiltheiten, gespielt von Fans, die sich hier euphorisch vor ihren Helden verbeugen und sich auch gerne verlieren. Dass dieses Album aber mehr ist als eine reine Gedenkveranstaltung, hängt mit den Songs zusammen, in denen Glover und sein schwedischer Produzent Ludwig Goransson reduzierter und direkter zu Werke gehen – allen voran «Have Some Love», eine ausgelassene Respekt-Hymne, die in diesen Tagen nötiger ist denn je. Kurz, viel Liebe für dieses Album.

2e842b497a96052cade472734d549c93.1000x1000x1 Benedikt Sartorius. Journalist und Popkulturist.

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